Wie aufregend wir kriegen Besuch 🤩 Also müssen wir uns langsam vom Süden Richtung Cancun bewegen. Leider gibt es nicht sehr viele Stellplätze in der Riviera Maya – So wird die Gegend von Tulum nach Cancun genannt.
Unseren ersten Platz finden wir in der Nähe von Felipe Garrillo Puerto. Die Zufahrt ist abgeriegelt und definitiv nichts für grössere Camper. Das Tor ist sehr schmal – so 2.10m. Wir passen gerade so durch. Parken kann man auf dem kleinen Parkplatz. Eines muss man sagen: Irgendwann hat jemand mal richtig viel Geld hier investiert und die neuen Besitzer versuchen Stück für Stück alles wieder aufzubauen. Leider scheint dabei die Gästebetreuung etwas unter zu gehen. Die Toiletten und Duschen wurden wohl schon länger nicht mehr gereinigt, das Internet funktioniert nicht bis zum Parkplatz und auch sonst gibt es nicht wirklich viel Information von den Betreibern.
Die Anlage wäre echt ein Traum. Direkt am See gelegen – nur leider ist dadurch das Grundstück auch extrem sumpfig mit vielen Mücken und anderen Getieren. Der einstige Pool ist ein Biotop und das was aussieht wie ein Restaurant sieht nach Lager aus. Doch was echt dreist war, war die Tatsache, dass wir am kommenden Morgen auschecken wollten und ich von einer Dame informiert wurde, dass wir weitere 150 MXN für das Parken nach 8.00 Uhr bezahlen müssen, was uns gestern keiner gesagt hat denn dann wären wir längst weg. Es war 10.30 Uhr. Ich war stinksauer! Bin dann zurück zum Auto um das Geld zu holen und die Info entsprechend weiter zu geben. Als ich zurück gegangen bin, war die Dame nicht mehr zu finden nur einer der Typen, die uns gestern rein gelassen haben. Der hat gleich gemerkt, dass ich auf 180 war und sich entschuldigt und gesagt, wir bräuchten natürlich nichts zu bezahlen. Ihr Chef hätte sie erst heute früh über diese neue Regelung in Kenntnis gesetzt – das wollen wir jetzt mal so stehen lassen.

Also fahren wir weiter Richtung Tulum. Dort soll es einen Campingplatz namens Cavelands geben. Wir fahren dorthin und haben Glück. Wir kriegen noch einen Spot obwohl der Platz für eine private Gruppe gebucht ist. Der Platz ist sehr nett gemacht – alles sehr esoterisch.
Soo wir checken dann mal in unserem Airbnb ein – Das liegt bei Puerto Morelos in einer gated Community. Mit dem Taxi fahren wir zum Flughafen um unseren Besuch abzuholen. Und dann rasch zurück in die Unterkunft – falls ihr mit dem Taxi aus dem Flughafen müsst, dass ist sehr teuer 🙄. Aber wir haben kein Mietauto für die Tage, das das nochmals teurer wäre. Zurück im Airbnb gleich mal ein Bierchen. Dann kommt der Hunger – also nichts wie los zum Taco Stand um die Ecke 😎


Touri Hotspot Hoping
Von Puerto Morelos aus schnappen wir uns ein Taxi nach Playa del Carmen. Wir schlendern die bekannte Avenida quinta entlang vorbei an tausenden Souvenirshops mit immer den selben Sachen: Ponchos, Totenköpfen, Tequila, Zigarren, Taschen und sonstigem Klimmbimm (oder auch Nippes, wie wir gelernt haben). Extrem viele Leute sind unterwegs. Am Parque de las Fundadores tut sich was. Wir kriegen eine Show der Voladeros. Die Voladeros stammen meist von den Olmeken und Totonaken ab, welche hoch oben in der Luft einen zeremoniellen Tanz zelebrieren. Vermutlich geht dies auf einen Fruchtbarkeitskult zurück, um den Ertrag der Feldfrüchte zu steigern und die Fruchtbarkeitsgötter Tlazoltéotldes und Xipe Totec zu ehren. Seit 2009 ist dieser Fliegertanz von der UNESCO als Immatrielles Kulturerbe anerkannt. Auf jeden Fall sehr beeindruckend, was die Voladores da veranstalten – da gibt man auch gerne etwas Trinkgeld.

Natürlich darf das obligatorische Foto vor dem Playa del Carmen Zeichen nicht fehlen. Aber jetzt erstmal ne Pause – ein Restaurant muss her. Gibt ja so einige hier. Wir finden eines, das zwar nicht ganz so aber trotzdem immernoch eher teuer ist. Aber dann wird es wieder Zeit, zum Taxi zurück zu gehen, bevor sie uns davonfährt 😉


Puerto Morelos
Heute machen wir einen Abstecher nach Puerto Morelos – ein hübsches Fischerdorf zwischen Cancún und Playa del Carmen direkt am karibischen Meer. Es gibt diverse Angebote für Schnorchel und Tauchausflüge. Wir geniessen die Atmosphäre, kaufen uns ein paar Bierchen und setzen uns an den Strand zum Entspannen. Bei 28° Ende Dezember muss man doch die Umgebung etwas auf sich wirken lassen 😉
Dann kommt doch ein Hüngerchen auf. Also nichts wie ab ins El Pesquero – empfohlen von unserer Taxifahrerin – Mega lecker Seafood und Margaraitas – life is good
Ruta de los Cenotes
Gleich neben Puerto Morelos liegt die Ruta de los Cenotes. Sie erstreckt sich über 35km mit den unterschiedlichsten Arten von Cenoten – komplett unterierdisch, halb gedeckt oder offen – alles was das Herz begehrt. Es werden hier ständig neue Cenoten gefunden und so erschlossen, dass sie für Touristen zugänglich gemacht werden können.
Was sind Cenoten?
Cenoten sind sogenannte Karsthöhlen mit Grundwasserzugang, die oft durch Einsturz der Höhlendecke dolinenartig als grosses Kalksteinloch vorliegt, das mit Süsswasser gefüllt ist.
Und welche darfs nun sein?
Wir entscheiden uns für die Cenote La Noria – eine unterirdische Cenote. Der Weg zur Cenote führt über Schotterstrassen zu einem sehr gepflegten Grundstück. Die Betreiber bieten neben dem Schwimmen in der Cenote auch Ziplining und Quad Touren an. Wir lösen einen Eintritt für die Cenote für 200MXN / Person – also ca. 8€. Sie ist echt sehr schön, nicht mega gross und auch nicht so stark besucht. Das Wasser ist kühl aber bei den Aussentemperaturen sehr angenehm. Auf dem Weg zurück gönnen wir uns eine Pause beim Boca del Puma – essen leckere Tacos und Gorditas, welche wir von den hauseigenen Spider Monkeys verteidigen müssen. Ziemlich frech die kleinen Monster 😛


Unsere Taxifahrerin gibt uns dann noch eine kleine Tour durch ihr Barrio – ihre Gemeinde – echt krass, wie die Leute hier teilweise leben… Da stellt man doch seine persönlichen Ansprüche echt in Frage. Zum Abschluss gehen wir noch in einem netten kleinen Restaurant essen. Es gibt Micheladas, Margaritas und frittieren Fisch mit Reis und Bohnen. Ein gelungener Abschluss.
Am letzten Tag gehen wir nochmals zum Strand von Puerto Morelos. Ein kleiner Spaziergang und dann abends zum Burger Stand nahe unserer Unterkunft – Mega leckere Burger mit Pommes für 70 MXN das Stück – er sagt, er ist jeden Tag ausverkauft. Wir haben gerade noch die letzten 3 Burger bekommen!
Tulum
Nächster Halt – Tulum. Wir haben uns ein sehr schönes Airbnb in einer gated Community – also einer bewachten Wohnanlage gebucht. Sogar mit eigenem Pool 😍 Allerdings haben wir alle leichte Probleme mit unserem Magen – vermutlich die Eiswürfel, welche wir leider nicht abbestellt hatten bei den Micheladas und der Margarita… Mit dem Taxi geht es dann 1x zum einkaufen. Unser Besuch mietet sich einen Roller und erkundet die Gegend. Wir hatten ja die Ruinen bereits gesehen und geniessen das wunderschöne Airbnb. Natürlich muss man doch nochmals zum Strand. 1x Schnorcheln für gute 2 Stunden für 250 MXN – kann man machen. Wir sehen Schildkröten, Rochen und ganz viele bunte Fische. Leider gleicht es hier eher einer Meeressuppe aus Touristen – voll die Abfertigung. Aber es war dennoch ein Erlebnis. Beim Einstieg ins Boot habe ich mir richtig doll den grossen Zeh gestossen 😱gehen war sehr schmerzhaft. Also erst mal am Strand ne Kleinigkeit essen bevor es auf dem Roller nochmals ein Bisschen durch Tulum geht. Eigentlich wollten wir zu diesem Skulpturen Park doch wie sich herausstellte, ist das nur eine einzelne Skulptur, für welche Eintritt bezahlt werden muss – nein danke. Naja, zurück in die Unterkunft.
Valladolid
Unser nächster Stopp ist Valladolid. Dort übernachten wir neben der Suytun Cenote. Wir können im Camper übernachten und unser Besuch bezieht eine kleine Cabaña. Von dort aus buchen wir einen Tour zum Rio Lagartos, los Colorados und Ek Balam. Ein Abstecher nach Valladolid darf natürlich auch nicht fehlen.

Valladolid ist die 3. grösste Stadt Mexikos und trägt den Alias „Sultanin des Ostens“. Touristisch ist dieser Ort ein optimales Reiseziel, da die bekannten Orte wie Chichen Itza, Ek’Balam, diverese Cenoten sowie der Rio Lagartos von hier aus gut erreicht werden können. Da liegt es nahe, dass wir einige dieser Orte besuchen 😉
Geschichtlich betrachtet war Valladolid recht gut isoliert von Mérida, sodass die spanische Krone hier relativ wenig Einfluss geltend machen konnte. Leider wurden jedoch die Mayas auch nach der Unabhängigkeit Mexikos stark ausgebeutet. So waren zum Beispiel viele Teile der Stadt für sie tabu. Heute gilt Valladolid als florierendes Landwirtschaftszentrum mit etwas Leichtindustrie und einem wachsenden Tourismussektor.
Die Stadt hat einen schönen Dorfkern, welche durch die Catedral de San Servasio gesäumt wird. Erbaut wurde diese ursprünglich im Jahre 1545, jedoch in den 1700-er abgerissen und neu aufgebaut. Sie ist die einzige Kirche Yucatáns, welche den Eingang nach Norden gerichtet hat und nicht wie sonst üblich nach Osten.
Etwas ausserhalb der Stadt aber trotzdem gut zu Fuss über die Calle de los Frailes erreichbar liegt das Casa de los Venados, eine Art Museum für Volkskunst. Der Eintritt ist kostenpflichtig.
Rio Lagartos
Die Fahrt von Valladolid dauert ca. 1 1/2 Stunden. Rio Lagartos ist ein kleines Fischerdorf am Nordufer der Halbinsel. Hier ist die grösste Dichte an Flamingos in ganz Mexiko zu finden. Zu verdanken ist dies dem Reserva de la Bisofera Ría Langartos, die ein Gelände umgeben von Mangroven Schutz für die Flamingos aber auch für viele weitere Vogelarten (bis 400 Arten) bietet. Der Ort lebt von den Bootstouren hat aber sonst relativ wenig zu bieten. Auch wir machen eine Bootstour in der Hoffnung, grosse Krokodile und Flamingos zu sehen. Die Flamingos sehen wir, auch ein paar eher kleinere Krokodile. Danach haben wir die Gelegenheit, ein klassisches Mayabad zu nehmen – also faktisch eine Art Schlammpackung. Diese trocknet dann währende der Bootstour richtig schön ein. Deshalb führt uns die Tour an einen schönen kleinen Sandstrand um diesen Schlamm wieder abzuwaschen. Nach der Bootstour bleibt uns noch etwas Zeit für eine kleine Mahlzeit im nahe gelegenen Fischrestaurant. Die Preise hier sind eher teuer, da das Publikum hauptsächlich aus Touristen besteht. Aber dennoch lecker.
Las Colorados
Etwas weiter östlich von Rio Lagartos befindet sich las Colorados. Es handelt sich hier um künstlich Salzbecken, welche durch bestimmte Bakterien Pink eingefärbt sind. Es sieht ganz tolll aus, ist aber auch sehr touristisch angelegt. Unser Taxifahrer erzählt uns, dass momentan eine Mauer gebaut wird, welche die Sicht auf die Salzfelder zukünftig nur noch gegen Bezahlung ermöglicht. Aktuell würde eine Tour 350 MXN / pP kosten. Wäre uns das Geld nicht wert.
Ek Balam
Auf dem Rückweg stoppen wir noch in Ek Balam. Wir waren schon drin und warten vor dem Eingang.
Rundum eine gute Tour für 1500 Mxn – wir waren zu viert also durchaus OK für die Leistung.
Cancún
Unser letzter Stopp führt uns nach Canún. Dort haben wir ebenfalls eine hübsche Unterkunft in einer gated Community gebucht. Alles sehr hübsch gemacht. Abends bestellen wir uns Pizza und geniessen die Zeit. Krass wie schnell diese 2 Wochen rum waren. War mega schön – hoffen auf baldige Wiederholung 😀






























